Ergebnisse

Auf dieser Seite werden wir Ihnen regelmäßig Ergebnisse aus unserer Forschung präsentieren. Die vorherigen Ergebnisse finden Sie im Ergebnisarchiv.

April 2021 – Einschätzungen zu erneuerbaren Energien

Im Sinne des Umwelt- und Klimaschutzes hat sich Deutschland Ziele zur Reduzierung von CO2-Emissionen gesetzt. Eine Maßnahme dafür ist der Ausbau erneuerbarer Energien, also von Wind- und Sonnenenergie sowie Biomasse und Wasserkraft.

Wirtschaftlich betrachtet bietet dies einerseits Chancen, bringt andererseits aber auch Kosten mit sich. Die Kosten wirken sich zum Beispiel über die EEG-Umlage, die im Erneuerbare-Energien-Gesetz festgelegt ist, auch auf den Strompreis aus. Außerdem werden zum Ausbau erneuerbarer Energien neue Windkraftanlagen und Stromtrassen gebaut, gegen die sich immer wieder Proteste richten.

Im November 2020 haben wir Sie deswegen nach Ihrer Meinung und Ihren Einschätzungen zu diesem Thema befragt.

Sollten die Anstrengungen für den Ausbau erneuerbarer Energien reduziert oder verstärkt werden?

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Zunächst haben wir Sie danach gefragt, ob die Anstrengungen für den Ausbau erneuerbarer Energien reduziert oder verstärkt werden sollten. Eine deutliche Mehrheit von 78 % spricht sich dafür aus, dass die Anstrengungen verstärkt werden sollten (Kategorien 6 bis 10). 28 % geben dabei sogar den höchstmöglichen Wert an. Jeder zehnte von Ihnen positioniert sich in der Mitte (Kategorie 5) und 12 % sind der Meinung, dass die Anstrengungen reduziert werden sollten (Kategorien 0 bis 4).

Wie hoch schätzen Sie den Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch ein?

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Wie weit ist der Ausbau erneuerbarer Energien schon fortgeschritten? Dazu haben wir Sie gefragt, wie hoch Sie den Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch im Jahr 2019 einschätzen. Der tatsächliche Anteil lag - je nach Berechnung - zwischen 42 und 46 %. Wenn wir die Nennungen in 10er-Schritte einteilen, geben 22 % von Ihnen einen Wert zwischen 41 und 50 % an und liegen damit komplett richtig oder sind nahe dran. Eine deutliche Mehrheit von 68 % schätzt den Anteil zu niedrig ein (Kategorien 0 bis 40 %). 9 % überschätzen den Anteil mit Nennungen von über 50 %.

Schätzen Sie den Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch eher korrekt ein, wenn Sie sich bei Ihrer Schätzung sicherer sind?

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Natürlich weiß nicht jeder auswendig, wie hoch der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch ist. Wir haben Sie daher auch danach gefragt, wie sicher Sie sich bei dieser Einschätzung sind. Auf dieser Grundlage können wir uns anschauen, ob der Anteil korrekter Nennungen (zwischen 41 und 50 %) bei denjenigen unter Ihnen, die sich eher sicher sind, höher ist als bei denjenigen, die sich eher unsicher sind. Und tatsächlich ist der Anteil korrekter Einschätzungen mit 37 % unter denjenigen, die sich eher sicher sind, deutlich höher als unter denjenigen, die sich eher unsicher sind (12 %).

Sollte der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch verringert oder erhöht werden?

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Schließlich haben wir Sie danach gefragt, ob der Anteil erneuerbarer Energien, so wie Sie ihn eingeschätzt haben, verringert oder erhöht werden sollte. Da Sie den Anteil unterschiedlich eingeschätzt haben, schauen wir uns hier an, ob sich diese Antwort danach unterscheidet, ob Sie den tatsächlichen Anteil unterschätzt oder richtig eingeschätzt bzw. überschätzt haben. Unter denjenigen, die den aktuellen Anteil erneuerbarer Energien unterschätzen, finden 86 %, dass der Anteil erhöht werden sollte (Kategorien „eher erhöht“, „erhöht“ und „deutlich erhöht“). Unter denjenigen von Ihnen, die den aktuellen Anteil korrekt einschätzen oder überschätzen, stimmen mit 84 % fast genauso viele einer Erhöhung erneuerbarer Energien zu.