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April 2013 – Bühnenveranstaltungen

Im November 2012 wurden die Teilnehmer der Studie „Gesellschaft im Wandel“ zu Bühnenveranstaltungen in Deutschland befragt. Es ging dabei vor allem um die staatliche Förderung von Theatern, Opern, Konzerten usw. Hier werden ein paar erste Ergebnisse vorgestellt.

Wie viele Bühnenveranstaltungen haben Sie in den letzten 12 Monaten in Deutschland besucht?

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Während also mehr als ein Viertel aller Befragten zumindest im zurückliegenden Jahr niemals im Theater, der Oper usw. war, gibt es eine kleine Gruppe von etwa 5 Prozent der Befragten, die fast monatlich oder noch häufiger Bühnenveranstaltungen besuchen.

Durchschnittliche Ausgaben pro Besuch einer Bühnenveranstaltung

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Die Abbildung zeigt die durchschnittlichen Ausgaben pro Besuch.

Wie viel sollte der Staat aus Ihrer Sicht pro Kopf für Bühnenveranstaltungen jährlich ausgeben?

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Der deutsche Staat (Bund, Länder und Gemeinden) gibt insgesamt jedes Jahr etwa 33 Euro pro Kopf für die Förderung von Bühnenveranstaltungen aus. Da die Subventionierung von Theatern und Opern immer wieder politisch debattiert wird, hat uns auch interessiert, wie hoch die Förderung aus Sicht der Befragten sein sollte. Damit halten sich also die Befürworter höherer Kultursubventionen mit den Befürwortern niedriger Kultursubventionen in etwa die Waage. Ein gutes Drittel befürwortet überhaupt keine Veränderung.

Zahlungsbereitschaft für eine "Kulturkarte"

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Außerdem haben wir die Teilnehmer der Studie zu einem Gedankenexperiment zu Kultursubventionen aufgefordert: In einer Situation, in der alle staatlichen Kultursubventionen in Deutschland abgeschafft würden, würde der Besuch von Bühnenveranstaltungen deutlich teurer werden. Wenn es nun eine "Kulturkarte" gäbe, die Ihnen auch nach der Abschaffung der Kultursubventionen die heutigen Eintrittspreise für Opern, Theater usw. garantieren würde, wie viel Geld wären Sie für eine solche Karte jährlich maximal zu zahlen bereit? Im Ergebnis wäre mehr als die Hälfte der Befragten bereit, mehr als 100 Euro für eine solche „Kulturkarte“ zu bezahlen. Eine ungefähre Verteilung der Zahlungsbereitschaft unter den Teilnehmern der Studie ist in der folgenden Abbildung dargestellt: